Ausschüttung des GENEON Global Challenges Select erfolgt

Hamburg, 19.07.2019: Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 01.07.2018 bis 30.06.2018 erfolgte in den vergangen Tagen in Höhe von 1,76 EUR oder 1,50%

Hintergrund: im Zuge der Umstellung des Aktienfonds auf das ethisch-nachhaltige Anlagekonzept wurde der Fonds auch von „thesaurierend“ auf „ausschüttend“ umgestellt.

Quartalsbericht Sommer 2019

Gute Ergebnisse zur Jahreshälfte!

Wir stellen zur Jahresmitte erfreut und ein wenig überrascht fest, dass die Aktien  seit Jahresbeginn erhebliche Gewinne verzeichneten. Und das, obwohl die Gewinnerwartungen der Unternehmen mittlerweile auf einem Tiefpunkt angelangt sind. Was man von der Anzahl der politisch motivierten Krisen dagegen nicht behaupten kann. 

Die Ergebnisse der ersten Jahreshälfte zählen weltweit zu den stärksten der letzten Jahrzehnte: seien es deutsche, amerikanische oder schweizer Aktien: überall sind erhebliche Zugewinne zu verzeichnen. Und das war nicht alles: selbst auf der Zinsseite wurde im ersten Halbjahr 2019 Geld verdient! (Hier geht es zum ausführlichen Kapitalmarktreport)

Respekt, wenn jemand ernsthaft behaupten kann diese Entwicklung Ende des letzten Jahres vorausgesagt zu haben. Viele dürften es nicht sein.mann-fenster

Aber wie kam es zu dieser bemerkenswerten Performance?
Es ist immer noch so, dass die Nachrichtenlage von politischen Krisen, Handelskonflikten und pessimistischen Wirtschaftsprognosen dominiert wird. Die Populisten scheinen weiter auf dem Vormarsch: kernige Thesen dominieren, wirtschaftliche Expertise oder langfristig orientierte Wirtschaftspolitik interessieren nicht. So weit, so bekannt.

Aber etwas hat sich im ersten Halbjahr 2019 fundamental geändert: es klingt komplizierter, als es ist: die Normalisierung der Geldpolitik ist (vorerst) zu Ende!

Sah es im 2. Quartal weltweit lange nach einer Kurskorrektur bei den Aktien aus, rettete den Anlegern das überraschende Versprechen der großen Notenbanken, die Zinsen bei Bedarf doch senken zu wollen und sogar die Anleihekäufe wieder aufzunehmen, in allen Bereichen der Geldanlage die Halbjahresbilanz: von den Aktien über die Renten bis zum Gold. Die Preise stiegen!

Sind das jetzt also die Zeiten, in denen Geld verdient wird, weil die Kurse in allen Bereichen auf breiter Front steigen?

So leicht ist es leider nicht.

Aus Sicht der Wirtschaftspolitik und vor allem der Erwartungen an die zukünftige Entwicklung ist das Bild nämlich immer noch wesentlich differenzierter.

Hatte die Eskalation der Handelsstreitigkeiten zwischen der USA vor allem mit China erst einmal für ein Ende der seit Jahresanfang laufenden Rally an den Aktienmärkten gesorgt, so fiel trotz der eingetrübten Stimmung der Anleger die Korrektur der Aktienkurse moderat aus. Im großen und ganzen konnten die Gewinne des ersten Quartals gehalten werden; lediglich von den Höchstständen Anfang Mai mussten wir uns verabschieden.

Die Vereinbarung beim G 20 Gipfel in Japan, die Gespräche wieder aufzunehmen, hilft natürlich und spricht ebenso für ein erneutes Umschalten in den Rally-Modus. Genauso wie die Tatsache, dass weltweit zahlreiche fiskalische Maßnahmen getroffen wurden, um das Wachstum der Wirtschaft zu unterstützen. Dabei denken wir immer zuerst an die Steuerreform in den USA aus dem vergangenen Jahr. Allerdings lässt dort die Wirkung der Steuersenkung mittlerweile deutlich nach. Was aber noch wichtiger ist: die Vereinigten Staaten sind nur noch für rund 10 Prozent des weltweiten Wirtschaftswachstums verantwortlich. Wesentlich entscheidender ist mittlerweile China, denn auf die Volksrepublik entfallen in etwa 30 Prozent des globalen Konjunkturwachstums!
Und Peking hat zuletzt vor allem mit einer Senkung der Mehrwertsteuer versucht, die heimische Wirtschaft zu stimulieren. Da Steuersenkungen aber immer vergleichsweise langsam wirken, ist durchaus damit zu rechnen, dass die chinesische Regierung wieder, wie früher üblich, auf große Infrastrukturprojekte setzt.

Kurzfristig wäre auch das für die Aktien sicherlich positiv zu bewerten.

Warum sind wir weiter vorsichtig?

Donald Trump und Xi Jinping haben in Japan nur vereinbart, zunächst keine weiteren Zölle zu erheben und die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Das sind gute Nachrichten, aber es darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass damit fundamental überhaupt noch nichts gelöst ist.  Die Unsicherheit in der zweiten Jahreshälfte – und möglicherweise darüber hinaus – wird uns wohl erhalten bleiben.

Wir sollten auch Europa nicht vergessen: Die Unsicherheit wird auch aus den Risiken des Haushaltsstreits zwischen der EU und Italien oder den Brexit-Aussichten unter einem Premierminister Boris Johnson weiter ansteigen. Auch in der Türkei droht eine Eskalation; neben der desaströsen wirtschaftlichen Entwicklung jetzt auch auf der Ebene der Politik.

Und das alles auf einer Basis, bei der die Kursanstiege nur aufgrund der Ankündigungen der Zentralbanken getrieben wurden, die Zinsen bei Bedarf zu senken.

Die Bewertungen sind damit sehr viel anfälliger geworden.

Ausblick für die 2. Jahreshälfte

Damit könnte ein Rückschlagsrisiko in der zweiten Jahreshälfte von zwei Seiten kommen:

  1. die politischen Risiken auf einer oder mehreren Ebenen schlagen durch und die Unsicherheit dominiert wieder die Märkte. Gelegenheiten dafür gibt es genug.
  2. das Risiko kommt genau von der Seite, die bisher am meisten zur positiven Performance beigetragen hat, nämlich von den Zentralbanken.
    Bis zum Jahresende 2020 sind inzwischen vier Zinssenkungen (um jeweils 25 Basispunkte) eingepreist, der Dollar hat entsprechend abgewertet. Man kann schon skeptisch sein, ob die Fed wirklich Veranlassung hat, den Leitzins derart stark herunterzuschrauben. Sollten z.B. starke amerikanische Konjunkturdaten dafür sorgen, dass sich die Erwartung einer sehr defensiven US-Notenbank wieder verflüchtigen, könnte dies somit ein entsprechend negatives Signal an die Aktienmärkte senden. Gerade das Jahr 2018 hat uns gezeigt, wie sehr Enttäuschungen und Überraschungen die Aktienmärkte unter Druck setzen konnten.

Derzeit steigen die Kurse; wir sind zu ca. 75% investiert und stehen bereit, in beide Richtungen zu handeln:

  • werden die Erwartungen hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung wieder positiver und erfüllen sich die aktuellen Zinsprognosen, so werden wir in den 100%igen Investitionsmodus schalten.
  • andererseits sehen wir die Risiken und werden reagieren, wenn die negativen Szenarien drohen, wahr zu werden.

Ihr Andreas Enke

 

 

 

Handelskammer Hamburg setzt bei der Vermögensanlage auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung

Neue Anlagerichtlinien für das Pensionsvermögen ab 1. Januar 2020

Es gibt interessante Neuigkeiten aus dem Bereich der Nachhaltigen Geldanlage!
Nach einem längerem Prozess, der mit dem Divestment der Geldanlagen der Kammer aus Kohle im April 2018 begann und nun ein Jahr später vollendet wurde, führt die Handelskammer nun auch ethische Anlagegrundsätze für ihre Vermögensanlagen ein. Diese werden spätesten ab dem 01. Januar 2020 in Kraft treten.hk logo

(Hier geht es zur Pressemitteilung der Handelskammer Hamburg vom 16.05.2019)

Laut der neuen Richtlinie sind nun Wertpapiere vom Erwerb ausgeschlossen, wenn deutliche Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass für den Emittenten einer oder mehrere der nachfolgenden Tatbestände vorliegen:

  • Eindeutige Verstöße gegen die in den Prinzipien des UN Global Compact niedergelegten Grundsätze verantwortungsvoller Unternehmensführung in den Bereichen Menschenrechte, Arbeit, Umwelt und Korruptionsbekämpfung,
  • Herstellung kontroverser Waffen (Streubomben, Landminen, ABC-Waffen),
  • Herstellung konventioneller Waffen, falls der Umsatz aus diesen Geschäften 5% vom Gesamtumsatz des Emittenten überschreitet,
  • Betrieb von Kernkraftwerken oder Herstellung wesentlicher Komponenten, falls der Umsatz aus diesen Geschäften 5% vom Gesamtumsatz des Emittenten überschreitet.
  • Das Divestment aus Kohle bleibt bestehen.

Persönlich freue ich mehr sehr über diesen gar nicht so kleinen Erfolg, denn der Beschluss dieser Institution kann als gutes Beispiel für andere Kammern und öffentliche Einrichtungen mit Anlagevermögen dienen.

Die Prüfung, wie Unternehmen mit den globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel umgehen oder ob die Geschäftspraktiken den Mindestanforderungen an verantwortungsvolle Unternehmensführung genügen, wird mit Einführung der neuen Richtlinien nun fester Bestandteil des Investitionsprozesses!

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit! Jetzt auch (bald) Realität!

Andreas Enke

Quartalsbericht Frühjahr 2019

Ein Bilderbuchstart in das Jahr 2019!

Die großen Verluste bei Aktien und Anleihen sind ganz (USA) oder teilweise (Deutschland) wieder egalisiert!
Ist jetzt alles wieder gut?

Das erste Quartal 2019 wirkt wie ein Umkehrbild des Jahres 2018. Sanken damals die Erträge sowohl bei den Aktien als auch den Renten, so ist es dieses Jahr bisher spiegelverkehrt. Aktien liegen weit vorne und haben sich kräftig erholt – seit Anfang des Jahres ist der S&P 500 um sage und schreibe 15% Prozent gestiegen. Historisch betrachtet braucht der US-Aktienindex für eine solche Bewegung gut zwei Jahre und nicht gerade einmal drei Monate. Der Deutsche Aktienindex Dax hat in diesem Zeitraum immerhin rund 9 Prozent zugelegt. Damit sind die großen Verluste aus dem Vorjahr vollständig (USA) oder zumindest zur Hälfte (Deutschland) wieder egalisiert.

Parallel schlagen sich auch die Anleihen sehr wacker, wenn man bedenkt, dass wir allgemein von einem Nullzinsniveau sprechen. Zwar legen wir auch international an, so dass auch andere Effekte wie z.B. Währungsgewinne hinzukommen, aber als Ergebnis fallen in diesem Quartal auch auf der konservativen Seite (verhältnismäßig) gute Performancebeiträge und damit ein sehr schöner Ergebnisbeitrag für die Vermögensverwaltung an. Weiterlesen

Jahresrückblick 2018

Stresstest 2018!

Als wir im letzten Quartalsbericht einen heißen Herbst prognostizierten, konnten wir nicht ahnen, dass unsere Befürchtungen vom Markt noch deutlich übertroffen werden würden…

Einige Horrorzahlen gefällig?
Noch am 30.09. hätte es ein gutes Aktienjahr werden können: der Dax lag zwar mit -5% hinten, der US Markt (gemessen am S&P500) performte dagegen mit 13% sehr ansprechend; ebenso wie unser  Nachhaltigkeitsindex GCX  mit +15%.
Drei Monate später haben alle drei Indices ca. 14% verloren, so dass sich markt 2018die Verluste beim Dax auf –18% addierten und die Performance beim S&P500 mit –6% (in USD) ins Negative verkehrt wurde.

Da ist es doch fast eine gute Nachricht: das Jahr 2018 endete für unseren Fonds mit einer Jahresperformance von –2,99%.
Wir investieren nämlich nicht in den Dax (rote Kurve) oder den US Markt (blau) sondern in den GCX (grüne Kurve)!

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Vorsicht ist das Gebot der Stunde

Was für ein Start in den Herbst! Der Oktober hat wieder einmal seinem Ruf als schwieriger Börsenmonat alle Ehre gemacht  und den Hoffnungen auf ein versöhnliches Börsenjahr doch einen erheblichen Dämpfer versetzt.

Bereits Ende September sah es auf den globalen Aktienmärkten nicht sonderlich rosig aus: Aktien aus der Eurozone – gemessen am EuroStoxx50 –  lagen seit Jahresbeginn knapp zwei Prozent hinten; der Dax lag nach hohen Schwankungen mit 0% auf der Seite. Lediglich US-Aktien verzeichneten bis Ende September ein Plus von etwa neun Prozent und handelten in der Nähe ihrer Allzeithochs.
Parallel gibt es auch auf der konservativen Seite der Vermögensanlage derzeit wenig zu holen, von einem Ausgleich eventueller Verluste auf der Aktienseite ganz zu schweigen.

In diesem Umfeld konnte unser Aktienportfolio, welches wir in den Fonds und Vermögensverwaltungen einsetzen mit einer deutlich positiven Performance durchaus glänzen.

Der Oktober hat dann aus einem bis dato bestenfalls durchwachsenen Aktienjahr 2018 ein miserables gemacht. Dass dieser Monat für einige Aktienmarktsegmente der schwärzeste Monat seit der Finanzkrise werden würde, war nicht unbedingt zu erwarten gewesen: schon lange gab es die deutliche Diskrepanz zwischen robusten Wirtschaftsdaten und einer enttäuschenden Aktienmarktperformance. Dies versprach allerdings eher Chancen auf steigende, nicht fallende Kurse.

Aktien aus den USA und der Eurozone verloren dann aber 7% Prozent,  die Schwellenländer noch einmal fast 9%. Unser Aktienportfolio musste in dem Zusammenhang die bisherigen Gewinne des Jahres komplett abgeben.

Was waren die Gründe?
Viele Marktteilnehmer machten jetzt, ähnlich wie bereits im Frühjahr, das steigende Zinsniveau in den USA als einer der Auslöser für die Marktschwäche verantwortlich. Was den objektiven Marktbeobachter verwundert: war die vorhersehbare, weil angekündigte Zinspolitik der FED doch bis dato mit ein Grund für eine „Normalität“ auf den US-Märkten.
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Quartalsbericht Herbst 2018

Nicht nur in Deutschland irritiert die Politik. Das könnte ein spannender Herbst werden. Schauen wir mal genauer hin! (Lesezeit 5 Minuten)
Den gesamten Quartalsbericht Herbst 2018 sehen Sie als pdf-Datei hier.

Italien: Erst schwört der italienische Finanzminister Giovanni Tria die Märkte über Wochen hinweg darauf ein, dass Italien ein für die EU akzeptabel niedriges Budgetdefizit für 2019 vorlegen werde, und dann kündigen die Parteichefs Di Maio (Fünf-Sterne-Bewegung) und Salvini (Lega) ein Defizit von 2,4% an. Zur Erinnerung: die Vorgängerregierung hatte 0,8% angepeilt! Was ist daran so wichtig? Nun, offensichtlich weiß der Finanzminister nicht, was die Parteichefs vorhaben. Viel schlimmer aber ist, dass Italien auf einem gewaltigen Schuldenberg von 2,3 Billionen EUR sitzt und diesen Berg auch noch ausbaut. Die Schulden entsprechen 132% der Wirtschaftsleistung—diese Quote ist nach Griechenland die Höchste in ganz Europa. Erlaubt ist nach den Maastricht-Kriterien lediglich eine Quote von 60%, daher ist Italien verpflichtet, seine Schulden langfristig abzubauen und nicht auszuweiten. Dies kann die EU nicht akzeptieren, aber lässt sie den Streit eskalieren? Und was würde eine Eskalation bedeuten? Sicher ist: ökonomische Vernunft weicht wieder einmal populistischem Dilettantismus. Denn mit den neuen Schulden sollen ja nicht Investitionen, sondern hauptsächlich Sozialgeschenke finanziert werden.

Was bedeutet dies für die Anleger?

Die Stimmung bei den ohnehin schon desillusionierten Anlegern in Europa wird sich weiter eintrüben. Auf deutsch: italienische Staatsanleihen werden sich weiter verbilligen, die auf dem Markt selten gewordenen deutschen Staatsanleihen als sicherer Hafen werden teurer und die Renditen der als sicher geltenden Anleihen werden weiter auf sehr niedrigem Niveau verharren. Die entstehenden Unsicherheiten und Spannungen sind dann für die ohnehin schwächelnden europäischen Aktienindizes keine guten Voraussetzungen.

Großbritannien: Theresa May wird weiter (erfolglos) gegen die Befürworter eines harten Brexits ankämpfen müssen, die weiterhin ihre unrealistischen Szenarien als ernsthafte Optionen für einen Brexit verkaufen. Ökonomische Vernunft weicht auch hier populistischem Dilettantismus. Gut möglich, dass der Versuch, sich mit den harten Brexit-Befürwortern zu einigen, Theresa May das politische Amt kosten wird.

Was bedeutet das für die Anleger?

Auf Anlagen in Pfund Sterling, Renten wie Aktien, werden im 4. Quartal harte Zeiten zukommen. Eine Ausstrahlung der Turbulenzen auf Europa ist zu erwarten.

Ist also alles schlecht?

Werfen wir einen Blick in die USA:

Wenn auch nicht in der Politik, so zeigt sich auf den Märkten, Aktien wie Renten, ein freundlicheres Bild als in Europa:

Offensichtlich unbeeindruckt von der politischen Szene normalisiert die FED weiter ihre Zinspolitik. Es ist absehbar, dass nach den bisher schon erfolgten Zinserhöhungen in der ersten Jahreshälfte 2019 die Zielerreichung verkündet wird. Die bisherigen Erhöhungen der Zinsen taten dem Aktienmarkt keinen Abbruch und schafften bis Ende September weiter ein Stück Normalität auf dem so wichtigen amerikanischen Markt.

Dazu eilten die US-amerikanischen Aktien von Allzeithoch zu Allzeithoch. Die Gewinne der US-Firmen—begünstigt durch Trumps Steuerreform und die US-Dollar-Rückführungsamnesie— steigen zur Zeit besonders stark. Dies in einem Umfeld, bei dem die Investoren aufgrund der weltweiten Unsicherheiten immer weniger bereit sind, hohe Risiken einzugehen. An den Aktienmärkten ist das beispielsweise an den gefallenen Kurs-Gewinn-Verhältnissen (KGV) abzulesen. Seit Jahresbeginn sind diese Bewertungskennzahlen sowohl für US-Aktien als auch für Aktien aus den Schwellenländern deutlich zurückgegangen. Anleger sind risikoaverser und immer weniger bereit, ein historisch hohes Vielfaches des Unternehmensgewinns für Aktien zu zahlen. Darüber, ob ein Aktienmarkt oder ein Aktienmarktsegment in 2018 positiv abschneidet, entscheidet somit die Frage, ob die entsprechenden Gewinne (bzw. Gewinnerwartungen) stärker steigen als die KGVs fallen. Und dies passiert derzeit nur in den

USA. So sind es eben die Aktientitel aus den USA, die den restlichen Markt hinter sich lassen.

Was bedeutet dies für den Anleger?

Die im kommenden Quartal beginnende Berichtssaison wird entscheidend sein. Nur anders als in Europa dominieren derzeit die positiven wirtschaftliche Rahmendaten das Stimmungsbild: eine Arbeitslosenquote von 3,7% (nahe ihres 50-Jahretiefs) bedeutet volkswirtschaftlich gesehen Vollbeschäftigung, parallel steigen die Löhne nur moderat. Allgemein wird erwartet, dass die Aktienkurse an der Wall-Street auf Basis guter Unternehmensberichte steigen werden. Nach der reinen Lehre spricht einiges für eine Fortsetzung der steigenden Kurse. Dagegen steht die steigende Risikoaversion der Investoren, die bei Überraschungen—z.B. aus der Politik— auch zu Rückschlägen im Aktienmarkt führen kann.

Fazit: In Europa erwarten wir weder im Rentenbereich noch bei den Aktien derzeit steigende Kurse. Entscheidend für eine positive Performance wird die Auswahl der Aktien sein. Dazu bewährt sich in diesem Jahr eine breite internationaler Ausrichtung in den Portfolien.

Andreas Enke

 

 

Gutes Geld – geht das?

Veranstaltungstipp: Donnerstag, 18. Oktober 2018, 19:00 – 21:00 Uhr,
Umweltzentrum Karlshöhe, Hamburg

Wie lege ich mein Geld ethisch und nachhaltig an?

Impulse und Diskussion mit Prof. Bassen, der GLS Bank und GENEON.

Geld wirkt. Immer!
Über 80 % der Deutschen geben an, dass sie weder Rüstung noch Kinderarbeit finanzieren möchten. Deshalb wächst der Wunsch zu erfahren, wie Geld tatsächlich „arbeitet“ und was der Einzelne tun kann, damit seine Wertevorstellungen auch bei der Geldanlage Berücksichtigung finden.
Der gemeinnützige Verein VenGa e.V. (Verein zur Förderung ethisch-nachhaltiger Geldanlagen) lädt in Kooperation mit dem Hamburger Umweltzentrum Gut Karlshöhe ein zu einem Vortragsabend mit anschließender Diskussion.

Drei Referenten aus der Politik und dem Markt für Nachhaltige Geldanlagen diskutieren mit Ihnen über „Gutes Geld!“

Die drei Impulsvorträge lauten:
Prof. Alexander Bassen, Universität Hamburg, Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung
„Gutes Geld – Blick aus Wissenschaft und Politik.“

Marc Pfizenmaier, GLS Bank
„Gutes Geld – eine Bank macht es möglich“

Andreas Enke, GENEON AG
„Gutes Geld – was steckt hinter einer ethisch-nachhaltigen Geldanlage?“

Moderation: Dr. Anke Butscher

Termin:
Donnerstag, den 18. Oktober 2018, 19:00 – 21:00 Uhr
Eintritt: € 3,00

Hamburger Umweltzentrum Gut Karlshöhe
Seminarraum Stallgebäude
Adresse:
Karlshöhe 60 d, 22175 Hamburg

Zur Anmeldung klicken Sie bitte hier

Quartalsbericht Sommer 2018

Echte Herausforderungen! Und das auf allen Ebenen!

Nach einem entspannten Jahresausklang 2017 – basierend auf besten Konjunkturdaten und einer US-Steuerreform, die große Unternehmen begünstigt – kletterten die Kurse in 2018 zunächst in allen Bereichen weiter. Dann aber wurde es stürmisch: das Wahlergebnis in Italien mit dem Ergebnis einer populistischen links—rechts—Koalition, dazu der mögliche Beginn eines Handelskrieges der USA gegen den Rest der Welt trübte das Stimmungsbild und damit die Kurse deutlich ein. Zunächst bröckelte es noch verhalten, aber im Februar ging es weltweit zuerst mit den Aktienmärkten, dann auch auf der Rentenseite in derartigem Tempo nach unten, als wären die Kurse über eine Klippe gesprungen!  boss

Im zweiten Quartal setzte zwar eine Erholung ein, aber die Ernüchterung folgte Ende Mai: „Sell in May and go away“ ist auch in diesem Jahr ein geflügeltes Wort.

Wenn Sie es genauer lesen wollen: sehen Sie hier den aktuellen Quartalsbericht!

Und was erwarten wir für das zweite Halbjahr?

Es wird niemanden überraschen, wenn wir erwarten, dass auch in der zweiten Jahreshälfte das Spannungsfeld zwischen robusten wirtschaftlichen Daten und politischer Unsicherheit die Finanzmärkte prägen wird. Spannend werden die nächsten Wochen bei den Themen Trump-Handelskrieg / Italien-Euro / Brexit. Diese Unsicherheiten stehen im Wettstreit zu der anstehenden Berichtssaison: werden die Gewinne – wie schon in den letzten Quartalen – in der Summe positiv überraschen, kann sich durchaus Spielraum für die Aktien nach oben entwickeln. Auf der Zinsseite erwarten wir keine Überraschungen, was zu einer leichten Erholung auf der konservativen Seite führen müsste.

Wir bleiben daher positiv gestimmt.

Ihr Team der GENEON Vermögensmanagement AG

Nachhaltigkeit lohnt sich. Auch an der Börse. Ein Beweis:

Stellen Sie sich folgendes Experiment vor:

die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX werden nicht nach ihrer Börsenkapitalisierung gewichtet, sondern danach, wie nachhaltig ihre Unternehmenspolitik während der letzten 10 Jahren war. Dabei werden alle zwei Jahre die Werte von unabhängigen Experten neu ermittelt.
Es entsteht der „Good Company Ranking-Index„. Die „Nachhaltigen“ sind hier also wesentlich stärker gewichtet, unabhängig von ihrer Börsenkapitalisierung: die „Guten“ nach vorne; die „Schlechten“ nach hinten.

Das Ergebnis:
Der “Good Company Ranking-Index“ zeigt eine deutlich bessere Performance als der Deutsche Aktienindex DAX.

Nachhaltig agierende Unternehmen haben sich in den vergangenen zehn Jahren im Durchschnitt besser entwickelt als der Leitindex des deutschen Aktienmarktes. Dies haben wir von GENEON Vermögensmanagement und die Hamburger Agentur für Finanz- und Unternehmenskommunikation Kirchhoff Consult durch einen eigenentwickelten „Good Company Ranking-Index“ (GCR-Index) bewiesen.

Überrendite von 40,0 Prozentpunkten

In den letzten zehn Jahren hätte ein hypothetischer, nach dem Scoring des Good Company Ranking gewichteter Index deutlich besser abgeschnitten als der DAX. Während der DAX über die vergangene Dekade von Oktober 2007 bis Mai 2018 um 61,3 Prozent gestiegen ist, kommt der GCR-Index auf ein Plus von 101,3 Prozent, also eine Überrendite von 40,0 Prozentpunkten.
Die Outperformance zeigt sich auch für einen 3-Jahres- und 5-Jahres-Zeitraum mit einer Outperformance von 5,8 bzw. 13,0 Prozentpunkten.Grafik GCR und Dax

Der GCR-Index basiert auf dem Good Company Ranking, das von Kirchhoff Consult im Jahr 2005 initiiert wurde und Europas größter unabhängiger Wettbewerb für unternehmerische Nachhaltigkeit ist. Auf Basis öffentlich verfügbarer Daten beurteilt eine Jury aus renommierten Wissenschaftlern die Unternehmensleistung in den Bereichen Mitarbeiter, Gesellschaft, Umwelt sowie Financial Integrity. „Die Aktienkurse nachhaltig agierender Unternehmen entwickeln sich im Durchschnitt besser. Das ist schon immer meine Überzeugung und ich freue mich daher, dass diese Outperformance nun auch auf Basis der Ergebnisse des Good Company Rankings gezeigt werden konnte“, so Klaus Rainer Kirchhoff, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Kirchhoff Consult AG.

Anleger, die Unternehmen bevorzugen, die über ein exzellentes ESG-Rating verfügen und solche meiden, die das Thema noch immer nicht ernst nehmen, sind nachweisbar erfolgreicher. Es reicht schon, wenn man im allseits bekannten DAX die „Guten“ bevorzugt.

Es kann so einfach sein.

Für die, die es gerne genauer lesen möchten: hier kommen Sie zu der vollständigen Pressmitteilung, die auch genauer auf die Berechnungsmethodik und die Ergebnisse eingeht. Hier geht es zu anderen Pressestimmen.

Andreas Enke