Wie sich nachhaltiges Investieren praktisch umsetzen lässt

„Nachhaltig investieren“ – das wollen so viele und es sagt sich auch so leicht. Aber sobald man sich mit dem Thema auseinander setzt wird klar: das Thema ist komplex und den einen Königsweg gibt es gar nicht. Also lieber gleich die Flinte ins Korn werfen und alles beim Alten belassen? Lieber nicht! Andreas Enke hat sich im Rahmen eines Gastbeitrags für das Fachmagazin für Kapitalanlage „Das Investment“ Gedanken darüber gemacht, wie sich nachhaltiges Investieren für den Einzelnen ganz praktisch umsetzen lässt. Lesen Sie hier seinen gesamten Artikel.

Quartalsbericht Herbst 2019

3 Schritte zurück und 3 1/2 wieder nach vorn. So oder so ähnlich lässt sich das Geschehen am Aktienmarkt im Laufe der 3. Quartals beschreiben. Dabei können wir noch ganz zufrieden sein, denn typischer Weise sind die Sommermonate die klassische „Saure Gurken Zeit“ im Wertpapierhandel. Gurken(vereinen) waren die Investoren trotzdem ausgesetzt. Wenn Sie wissen wollen warum, lesen Sie hier den ausführlichen Kapitalmarktreport

Geld anlegen kann jeder

Unter diesem Titel beschäftigt sich die „Welt am Sonntag“ mit dem Dilemma von Null-Zinsen und der Notwendigkeit, verfügbares Kapital gezielt anzulegen. Ob es dabei um Vererben, Altersvorsorge oder andere Ziele geht – eines ist allen gemeinsam: die Situationen der einzelnen Anleger sind höchst individuell und mit einer 08/15 Standardlösung schlecht bedient. Also spricht die „Welt am Sonntag“ zusammen mit der V-Bank unterschiedliche Vermögensverwalter an und legt ihnen ganz konkrete, praktische Fallbeispiele vor, um zu erfahren was die Profis raten.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel.

Chinas Wachstum und der Aktienaufschwung

Für die laufende Aktienrally sind vor allem die Zinsen und die Unternehmensgewinne verantwortlich. Während die Aussichten für die Zinsen relativ klar zu sein scheinen, steht hinter den Unternehmensgewinnen ein zunehmend größeres Fragezeichen. Und der Einfluss Chinas ist dabei größer, als man vielleicht glaubt.

Den ganzen Artikel finden Sie auch hier im Magazin DASINVESTMENT

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Ausschüttung des GENEON Global Challenges Select erfolgt

Hamburg, 19.07.2019: Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 01.07.2018 bis 30.06.2018 erfolgte in den vergangen Tagen in Höhe von 1,76 EUR oder 1,50%

Hintergrund: im Zuge der Umstellung des Aktienfonds auf das ethisch-nachhaltige Anlagekonzept wurde der Fonds auch von „thesaurierend“ auf „ausschüttend“ umgestellt.

Quartalsbericht Sommer 2019

Gute Ergebnisse zur Jahreshälfte!

Wir stellen zur Jahresmitte erfreut und ein wenig überrascht fest, dass die Aktien  seit Jahresbeginn erhebliche Gewinne verzeichneten. Und das, obwohl die Gewinnerwartungen der Unternehmen mittlerweile auf einem Tiefpunkt angelangt sind. Was man von der Anzahl der politisch motivierten Krisen dagegen nicht behaupten kann. 

Die Ergebnisse der ersten Jahreshälfte zählen weltweit zu den stärksten der letzten Jahrzehnte: seien es deutsche, amerikanische oder schweizer Aktien: überall sind erhebliche Zugewinne zu verzeichnen. Und das war nicht alles: selbst auf der Zinsseite wurde im ersten Halbjahr 2019 Geld verdient! (Hier geht es zum ausführlichen Kapitalmarktreport)

Respekt, wenn jemand ernsthaft behaupten kann diese Entwicklung Ende des letzten Jahres vorausgesagt zu haben. Viele dürften es nicht sein.mann-fenster

Aber wie kam es zu dieser bemerkenswerten Performance?
Es ist immer noch so, dass die Nachrichtenlage von politischen Krisen, Handelskonflikten und pessimistischen Wirtschaftsprognosen dominiert wird. Die Populisten scheinen weiter auf dem Vormarsch: kernige Thesen dominieren, wirtschaftliche Expertise oder langfristig orientierte Wirtschaftspolitik interessieren nicht. So weit, so bekannt.

Aber etwas hat sich im ersten Halbjahr 2019 fundamental geändert: es klingt komplizierter, als es ist: die Normalisierung der Geldpolitik ist (vorerst) zu Ende!

Sah es im 2. Quartal weltweit lange nach einer Kurskorrektur bei den Aktien aus, rettete den Anlegern das überraschende Versprechen der großen Notenbanken, die Zinsen bei Bedarf doch senken zu wollen und sogar die Anleihekäufe wieder aufzunehmen, in allen Bereichen der Geldanlage die Halbjahresbilanz: von den Aktien über die Renten bis zum Gold. Die Preise stiegen!

Sind das jetzt also die Zeiten, in denen Geld verdient wird, weil die Kurse in allen Bereichen auf breiter Front steigen?

So leicht ist es leider nicht.

Aus Sicht der Wirtschaftspolitik und vor allem der Erwartungen an die zukünftige Entwicklung ist das Bild nämlich immer noch wesentlich differenzierter.

Hatte die Eskalation der Handelsstreitigkeiten zwischen der USA vor allem mit China erst einmal für ein Ende der seit Jahresanfang laufenden Rally an den Aktienmärkten gesorgt, so fiel trotz der eingetrübten Stimmung der Anleger die Korrektur der Aktienkurse moderat aus. Im großen und ganzen konnten die Gewinne des ersten Quartals gehalten werden; lediglich von den Höchstständen Anfang Mai mussten wir uns verabschieden.

Die Vereinbarung beim G 20 Gipfel in Japan, die Gespräche wieder aufzunehmen, hilft natürlich und spricht ebenso für ein erneutes Umschalten in den Rally-Modus. Genauso wie die Tatsache, dass weltweit zahlreiche fiskalische Maßnahmen getroffen wurden, um das Wachstum der Wirtschaft zu unterstützen. Dabei denken wir immer zuerst an die Steuerreform in den USA aus dem vergangenen Jahr. Allerdings lässt dort die Wirkung der Steuersenkung mittlerweile deutlich nach. Was aber noch wichtiger ist: die Vereinigten Staaten sind nur noch für rund 10 Prozent des weltweiten Wirtschaftswachstums verantwortlich. Wesentlich entscheidender ist mittlerweile China, denn auf die Volksrepublik entfallen in etwa 30 Prozent des globalen Konjunkturwachstums!
Und Peking hat zuletzt vor allem mit einer Senkung der Mehrwertsteuer versucht, die heimische Wirtschaft zu stimulieren. Da Steuersenkungen aber immer vergleichsweise langsam wirken, ist durchaus damit zu rechnen, dass die chinesische Regierung wieder, wie früher üblich, auf große Infrastrukturprojekte setzt.

Kurzfristig wäre auch das für die Aktien sicherlich positiv zu bewerten.

Warum sind wir weiter vorsichtig?

Donald Trump und Xi Jinping haben in Japan nur vereinbart, zunächst keine weiteren Zölle zu erheben und die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Das sind gute Nachrichten, aber es darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass damit fundamental überhaupt noch nichts gelöst ist.  Die Unsicherheit in der zweiten Jahreshälfte – und möglicherweise darüber hinaus – wird uns wohl erhalten bleiben.

Wir sollten auch Europa nicht vergessen: Die Unsicherheit wird auch aus den Risiken des Haushaltsstreits zwischen der EU und Italien oder den Brexit-Aussichten unter einem Premierminister Boris Johnson weiter ansteigen. Auch in der Türkei droht eine Eskalation; neben der desaströsen wirtschaftlichen Entwicklung jetzt auch auf der Ebene der Politik.

Und das alles auf einer Basis, bei der die Kursanstiege nur aufgrund der Ankündigungen der Zentralbanken getrieben wurden, die Zinsen bei Bedarf zu senken.

Die Bewertungen sind damit sehr viel anfälliger geworden.

Ausblick für die 2. Jahreshälfte

Damit könnte ein Rückschlagsrisiko in der zweiten Jahreshälfte von zwei Seiten kommen:

  1. die politischen Risiken auf einer oder mehreren Ebenen schlagen durch und die Unsicherheit dominiert wieder die Märkte. Gelegenheiten dafür gibt es genug.
  2. das Risiko kommt genau von der Seite, die bisher am meisten zur positiven Performance beigetragen hat, nämlich von den Zentralbanken.
    Bis zum Jahresende 2020 sind inzwischen vier Zinssenkungen (um jeweils 25 Basispunkte) eingepreist, der Dollar hat entsprechend abgewertet. Man kann schon skeptisch sein, ob die Fed wirklich Veranlassung hat, den Leitzins derart stark herunterzuschrauben. Sollten z.B. starke amerikanische Konjunkturdaten dafür sorgen, dass sich die Erwartung einer sehr defensiven US-Notenbank wieder verflüchtigen, könnte dies somit ein entsprechend negatives Signal an die Aktienmärkte senden. Gerade das Jahr 2018 hat uns gezeigt, wie sehr Enttäuschungen und Überraschungen die Aktienmärkte unter Druck setzen konnten.

Derzeit steigen die Kurse; wir sind zu ca. 75% investiert und stehen bereit, in beide Richtungen zu handeln:

  • werden die Erwartungen hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung wieder positiver und erfüllen sich die aktuellen Zinsprognosen, so werden wir in den 100%igen Investitionsmodus schalten.
  • andererseits sehen wir die Risiken und werden reagieren, wenn die negativen Szenarien drohen, wahr zu werden.

Ihr Andreas Enke

 

 

 

Handelskammer Hamburg setzt bei der Vermögensanlage auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung

Neue Anlagerichtlinien für das Pensionsvermögen ab 1. Januar 2020

Es gibt interessante Neuigkeiten aus dem Bereich der Nachhaltigen Geldanlage!
Nach einem längerem Prozess, der mit dem Divestment der Geldanlagen der Kammer aus Kohle im April 2018 begann und nun ein Jahr später vollendet wurde, führt die Handelskammer nun auch ethische Anlagegrundsätze für ihre Vermögensanlagen ein. Diese werden spätesten ab dem 01. Januar 2020 in Kraft treten.hk logo

(Hier geht es zur Pressemitteilung der Handelskammer Hamburg vom 16.05.2019)

Laut der neuen Richtlinie sind nun Wertpapiere vom Erwerb ausgeschlossen, wenn deutliche Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass für den Emittenten einer oder mehrere der nachfolgenden Tatbestände vorliegen:

  • Eindeutige Verstöße gegen die in den Prinzipien des UN Global Compact niedergelegten Grundsätze verantwortungsvoller Unternehmensführung in den Bereichen Menschenrechte, Arbeit, Umwelt und Korruptionsbekämpfung,
  • Herstellung kontroverser Waffen (Streubomben, Landminen, ABC-Waffen),
  • Herstellung konventioneller Waffen, falls der Umsatz aus diesen Geschäften 5% vom Gesamtumsatz des Emittenten überschreitet,
  • Betrieb von Kernkraftwerken oder Herstellung wesentlicher Komponenten, falls der Umsatz aus diesen Geschäften 5% vom Gesamtumsatz des Emittenten überschreitet.
  • Das Divestment aus Kohle bleibt bestehen.

Persönlich freue ich mehr sehr über diesen gar nicht so kleinen Erfolg, denn der Beschluss dieser Institution kann als gutes Beispiel für andere Kammern und öffentliche Einrichtungen mit Anlagevermögen dienen.

Die Prüfung, wie Unternehmen mit den globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel umgehen oder ob die Geschäftspraktiken den Mindestanforderungen an verantwortungsvolle Unternehmensführung genügen, wird mit Einführung der neuen Richtlinien nun fester Bestandteil des Investitionsprozesses!

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit! Jetzt auch (bald) Realität!

Andreas Enke

Quartalsbericht Frühjahr 2019

Ein Bilderbuchstart in das Jahr 2019!

Die großen Verluste bei Aktien und Anleihen sind ganz (USA) oder teilweise (Deutschland) wieder egalisiert!
Ist jetzt alles wieder gut?

Das erste Quartal 2019 wirkt wie ein Umkehrbild des Jahres 2018. Sanken damals die Erträge sowohl bei den Aktien als auch den Renten, so ist es dieses Jahr bisher spiegelverkehrt. Aktien liegen weit vorne und haben sich kräftig erholt – seit Anfang des Jahres ist der S&P 500 um sage und schreibe 15% Prozent gestiegen. Historisch betrachtet braucht der US-Aktienindex für eine solche Bewegung gut zwei Jahre und nicht gerade einmal drei Monate. Der Deutsche Aktienindex Dax hat in diesem Zeitraum immerhin rund 9 Prozent zugelegt. Damit sind die großen Verluste aus dem Vorjahr vollständig (USA) oder zumindest zur Hälfte (Deutschland) wieder egalisiert.

Parallel schlagen sich auch die Anleihen sehr wacker, wenn man bedenkt, dass wir allgemein von einem Nullzinsniveau sprechen. Zwar legen wir auch international an, so dass auch andere Effekte wie z.B. Währungsgewinne hinzukommen, aber als Ergebnis fallen in diesem Quartal auch auf der konservativen Seite (verhältnismäßig) gute Performancebeiträge und damit ein sehr schöner Ergebnisbeitrag für die Vermögensverwaltung an. Weiterlesen

Jahresrückblick 2018

Stresstest 2018!

Als wir im letzten Quartalsbericht einen heißen Herbst prognostizierten, konnten wir nicht ahnen, dass unsere Befürchtungen vom Markt noch deutlich übertroffen werden würden…

Einige Horrorzahlen gefällig?
Noch am 30.09. hätte es ein gutes Aktienjahr werden können: der Dax lag zwar mit -5% hinten, der US Markt (gemessen am S&P500) performte dagegen mit 13% sehr ansprechend; ebenso wie unser  Nachhaltigkeitsindex GCX  mit +15%.
Drei Monate später haben alle drei Indices ca. 14% verloren, so dass sich markt 2018die Verluste beim Dax auf –18% addierten und die Performance beim S&P500 mit –6% (in USD) ins Negative verkehrt wurde.

Da ist es doch fast eine gute Nachricht: das Jahr 2018 endete für unseren Fonds mit einer Jahresperformance von –2,99%.
Wir investieren nämlich nicht in den Dax (rote Kurve) oder den US Markt (blau) sondern in den GCX (grüne Kurve)!

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Vorsicht ist das Gebot der Stunde

Was für ein Start in den Herbst! Der Oktober hat wieder einmal seinem Ruf als schwieriger Börsenmonat alle Ehre gemacht  und den Hoffnungen auf ein versöhnliches Börsenjahr doch einen erheblichen Dämpfer versetzt.

Bereits Ende September sah es auf den globalen Aktienmärkten nicht sonderlich rosig aus: Aktien aus der Eurozone – gemessen am EuroStoxx50 –  lagen seit Jahresbeginn knapp zwei Prozent hinten; der Dax lag nach hohen Schwankungen mit 0% auf der Seite. Lediglich US-Aktien verzeichneten bis Ende September ein Plus von etwa neun Prozent und handelten in der Nähe ihrer Allzeithochs.
Parallel gibt es auch auf der konservativen Seite der Vermögensanlage derzeit wenig zu holen, von einem Ausgleich eventueller Verluste auf der Aktienseite ganz zu schweigen.

In diesem Umfeld konnte unser Aktienportfolio, welches wir in den Fonds und Vermögensverwaltungen einsetzen mit einer deutlich positiven Performance durchaus glänzen.

Der Oktober hat dann aus einem bis dato bestenfalls durchwachsenen Aktienjahr 2018 ein miserables gemacht. Dass dieser Monat für einige Aktienmarktsegmente der schwärzeste Monat seit der Finanzkrise werden würde, war nicht unbedingt zu erwarten gewesen: schon lange gab es die deutliche Diskrepanz zwischen robusten Wirtschaftsdaten und einer enttäuschenden Aktienmarktperformance. Dies versprach allerdings eher Chancen auf steigende, nicht fallende Kurse.

Aktien aus den USA und der Eurozone verloren dann aber 7% Prozent,  die Schwellenländer noch einmal fast 9%. Unser Aktienportfolio musste in dem Zusammenhang die bisherigen Gewinne des Jahres komplett abgeben.

Was waren die Gründe?
Viele Marktteilnehmer machten jetzt, ähnlich wie bereits im Frühjahr, das steigende Zinsniveau in den USA als einer der Auslöser für die Marktschwäche verantwortlich. Was den objektiven Marktbeobachter verwundert: war die vorhersehbare, weil angekündigte Zinspolitik der FED doch bis dato mit ein Grund für eine „Normalität“ auf den US-Märkten.
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